Insekten im Garten

 

An einem warmen Sonntagnachmittag brummte und summte es nur so in der kleinen Ysophecke, die mein Kräuterbeet umgrenzt. Ich hockte mich auf einen umgedrehten Blumenkübel und beobachtete das ständige Landen und Abheben zwischen den Zweigen. Hunderte Hummeln waren unterwegs zu den blauen, weißen und rosa Blüten der kleinen Sträucher. Nach einer Weile fiel mir dann auf, dass es nicht eben einfach nur Hummeln waren. Tatsächlich gab es zwischen den einzelnen Exemplaren deutliche Unterschiede, sowohl in der Größe als auch bei der Musterung. Nach einer Weile konnte ich sechs verschiedene Hummelarten unterscheiden. 

 Im Gegensatz dazu, gab es in letzter Zeit viele Beiträge in den Medien, die sich mit dem Rückgang der Insekten beschäftigten. Dem Sterben der Bienenvölker und dem Schwinden und Verschwinden vieler Arten liegen sicherlich vielschichtige Probleme und Defizite zugrunde. Doch kann jeder Gartenbesitzer im Rahmen seines kleinen Reiches zur Verbesserung der Bedingungen beitragen.

 Eine Dame, der ich eine Staude empfahl, weil sie besonders viele Bienen anlockt, antwortete schockiert: "Oh, mein Gott, die stechen mich ja dann."  Nein! - Das tun sie nicht! Zumindest nicht grundlos. Einer meiner Nachbarn reagiert hochgradig allergisch auf Insektenstiche. Das hindert ihn aber nicht daran, Kästen für die Hummeln aufzustellen und das Wespennest in seiner Fichte, dort zu lassen, wo es ist. Denn er weiß, dass mit ein wenig Aufmerksamkeit der Lebensraum für alle reicht. Genau wie der Vater meiner besten Freundin, der sich einen Sommer lang seinen Balkon mit einem Wespenvolk teilte, ohne dass es zu nennenswerten Zwischenfällen kam.

  Außer den eingangs erwähnten Hummeln gibt es in meinem Garten auch viele Bienen, es gibt Wespen, Schwebfliegen, Falter, Käfer, Spinnen. Mein Eindruck ist, dass die Vielfalt dieser Mitbewohner zunimmt, seitdem ich immer mehr blühende Stauden gepflanzt habe.

Und ich freue mich, wenn es im Sommer um mich herum summt, brummt, zirpt, flattert und krabbelt.

Die folgende Liste führt noch einmal meine für Insekten besonders wertvollen Stauden auf.



 

 

 

Schafgarbe

Eisenhut

Duftnesseln

Duftblütenbauch

Sumpf-Seidenpflanze

orange Seidenpflanze

Steinquendel

Glockenblumen

Flockenblumen

Wegwarte

Spornblume

Mädchenauge

Mauerzimbelkraut

Himalaya Hundszunge

Nelke

Fingerhut

Gämswurz

Drachenkopf

Sonnenhut

Kugeldistel

Eriogonum

Mädesüß

Kokardenblume

Geißraute

Nelkenwurz

Schleierkraut

Herbstsonnenbraut

Nachtviole

echter Alant

Staudenwicke

Prachtscharte

Leinkraut 

Lichtnelke

Moschusmalve

Indianernessel

Nachtherze

Eselsdistel

Islandmohn

Goldbaldrian

Blauraute

Rosenwaldmeister

Jakobsleiter

Salomonsiegel

Fingerkraut

Kaukasus-Skabiose

Fetthenne

Goldrute

Ziest

Silber-Rainfarn

Fuchsschwanzklee

weiße Königskerze

Trollblume

Ehrenpreis


Schnittlauch, Bärlauch ,Duftblütenlauch

echter Alant

Lavendel

Bärwurz

Süßdolde

Zitronen-Katzenminze

griech. Oregano

amerikanische Minze

Rosmarin

Salbei

Winterbohnenkraut

griech. Bergtee

Gartenthymian

Für weiterführende Information empfehle ich

www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/bienen/index.html

www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/naturschutz-im-garten/14856.html

www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/